Ein Kunde möchte die Kombi-Antenne für das easyTRX in der Mastspitze montieren, z.B. in 15 Metern Höhe. Haben Sie eine Festeinbaulösung für die Kabelverlängerung?

In Bezug auf das Kabel haben wir folgende Empfehlung / Lösung:
Das vorhandene Kabel ist bereits 5m lang. Wir testeten die Antennenkombination VHF/GPS mit einem zusätzlichen 10 Meter langem Kabel. Die Endlänge des Kabels war somit 15 Meter. Das zusätzliche Kabel war ein einfaches RG58 Kabel. Es hatte einen männlichen TNC Stecker und eine weibliche TNC Buchse als Verlängerungsadapter zwischen dem vorhandenen Kabel und dem TRX.
Die Stecker waren bereits auf das Kabel gepresst. Das hat sehr gut funktioniert. Alle Satelliten in unserer Hemisphäre waren sichtbar und wir können 100% garantieren, dass ein Kabel mit 15 Meter RG58 Kabel richtig funktioniert. Aber wie Sie auch wissen, je besser das Kabel desto besser funktioniert der Empfang und die Übertragung.

Der FM Ausgang ist bei 108MHz begrenzt. Ist das ein Tiefpass, oder ein Bandpass, der den VHF Bereich durchlässt?

FAQ ALLGEMEIN >>>

Der Frequenzbereich des UKW-Radio-Ausganges ist auf 108 MHz begrenzt, d.h. höhere Frequenzen können diesen Ausgang nicht passieren. Damit ist auch der Empfang von DVB-T hier nicht möglich.

Dafür haben wir den easyDVB-T, welcher extra für diese Weise entwickelt worden ist. Alternativ den iDVB-T welcher in unseren AIS-Sendeempfängern(easyTRX2S) Platz findet.

Hinweise: Der Empfang von Frequenzbändern außerhalb des VHF-Bereiches ist mit der häufig installierten Seefunkantenne nicht möglich, d.h. es würde im besten Fall der untere Bereich des VHF-DVB-T-Bandes empfangbar sein. Der Empfang der höheren UHF-Frequenzbänder erfordert einen Antennenwechsel zu einer Multiband-Antenne. Durch die häufig verwendeten Koaxialkabel (RG58/RG213) und Koaxialstecksysteme (PL259/SO239) steigen die Durchgangsdämpfung und Reflexionsverluste in den Steckern/Buchsen bei höheren Frequenzen derart stark an, dass ein ausreichender Empfang höherer Frequenzen nur mit Qualitätsverlusten möglich wäre. Hierzu wäre es erforderlich, zumindest die verwendeten Stecker und Buchsen in für UHF geeignete Varianten zu tauschen.

Ich habe gehört, dass grundsätzlich für jedes Gerät eine separate Antenne zu verwenden sei, der Gebrauch eines Antennensplitters keine anzustrebende Lösung wäre. Was ist wahr an diesen Behauptungen?

Kombinantenne:
Die Kombiantenne, zum Beispiel die von uns, ist eine komfortable Lösung. Mit wenig Installationsaufwand lässt sich eine schnelle Installation durchführen.
Die Kombiantenne hat einen “kurzen” Strahler und das ist physikalisch nicht so gut wie z.B. der 95cm Stahlrutenstrahler. (Sogenannter Lambda Halbe Strahler) Der kurze Strahler hat immer eine “Verlängerungsspule” eingebaut und ergibt ein negatives Antennengewinnmaß. (Ca. -3dB)
D.h., die kurze Antenne ist schlechter als der 95cm Strahler.GPS im Sockel der Kombiantenne:
Das ist unerheblich. Hier kommt es nur auf die Antennenqualität an. Die ist bei unserer Antenne gut, im Allgemeinen ist diese bei allen Marken gut.

Kategorisierung der Lösungen

1) IDEALE LÖSUNG
Eigene Antenne für AIS, eigene Antenne für GPS, eigene UKW Antenne. UKW und AIS auf der Mastspitze, GPS auf der Reling.
=>Maximales Antennengewinnmaß, hervorragende Höhe
Problem: Komplizierte Montage, wichtig ist Abstand der UKW Sende/Empfangsantenne zur AIS Antenne. Sollte mindestens 80cm betragen, besser 100cm.

2) Eine UKW ANTENNE mit aktivem Splitter
UKW Antenne auch für AIS nutzen, durch easySPLIT OCB oder TRX2S mit integriertem Splitter. GPS separat auf der Reling.
Durch den OCB, aktiver Splitter, verlieren Sie durch die Aufteilung des Empfangspfades ca. -3dB Leistung.
Das entspricht dem schlechteren Antennengewinnmaß des kurzen Strahlers. Allerdings ist diese UKW Stahlrute normalerweise deutlich höher montiert als der kurze Strahler.

Da UKW gemäß “Tragweite” (Line in sight) funktioniert, ist dadurch dennoch die hoch montierte Antenne besser, auch wenn das System die gleiche Dämpfung besitzt wie die kleinere Kombiantenne.
Theor. Funkstrecke einfache Faustregel: 2,075 x (Wurzel Antennenhöhe 1 in m + Wurzel Antennenhöhe 2 in m) Ergebnis in sm.
Bei zwei Schiffen mit jeweils einer Antennenhöhe von 15m ergibt sich eine theoretische Funkstrecke von rund 16nm (Hängt von Leistung Funke, Kabelqualität, Wetter, Wind, Reflektionen etc.etc. ab)

Bei zwei Schiffen, bei dem eines davon eine Kombiantenne auf 3m montiert hat, ist die theoretische Funkstrecke ca. 11nm.
Somit ist die Lösung 2 besser.
3) Kombiantenne
Ist im Prinzip schon unter 2) beantwortet.
Ist eben einfach zu montieren, Systempreis Vorteil, gut für Motorbootfahrer, da die sowieso keinen hohen Mast haben.
Bei Motorbootfahrern ist aber Lsg 1 auch einfach zu realisieren.

FAZIT:
Alle Lösungen sind praktikabel. Keine der Lösungen funktioniert schlecht. Alle sind o.k.
Es ist eine persönliche Einstellungsfrage, welches Optimum man erzielen möchte.

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